Tag 2: Dienstag 12. August AD 2008
Die Nacht in Laupheim war erholsam und ruhig, bis auf das Trommeln der Regentropfen auf das Dach des Wintergartens. So brachen wir gut genährt und gestärkt und fast trocken aus Laupheim auf. schon während der durchquerung Laupheims begann es erneut zu regnen und wir wurden langsam aber sicher ganz schön durchnässt. In Baltringen machten wir unseren Einstieg in der wunderschönen gothischen Basilika.
Thema des Tages war „Aliados“ was Verbündete bedeutet. Dazu bekam jeder einen Zettel auf den Rücken geklebt, auf den dann jedes Gruppenmitglied schrieb was einem an der Zetteltragenden Person am besten gefällt. Dann durfte sich jeder durch das Lesen seines Zettels selbst motivieren und wir liefen weiter richtung Äpfingen. Dort hofften wir einen Laden zu finden, weil wir feststellen mussten, dass der Laden in Baltringen schon zu hatte aber noch nicht für das Mittagessen gesorgt war. Leider wurden wir in Äpfingen von Passanten erst einmal quer durch den Ort geschickt, um uns dann sagen zu lassen, dass auch der Besitzer dieses Ladens Urlaub hatte. Deshalb aßen wir im Schutz eines Vordaches alles, was wir in den Rucksäcken fanden: Vesperbrote vom Vortag, geklautes Frühstück und rohe Maultaschen.
so gestärkt latschten wir wieder hinaus in den Niesel, der sich alsbald in einen neuen Sturzregen verwandelte. Erneut standen wir bei einem Bauern unter aber wir merkten bald, dass wir weiter mussten und nicht auf eine Besserung des Wetters warten konnten. Also ging es weiter durch kaum besiedeltes, aber ziemlich nasses Land. Wir guten Ministranten passten uns natürlich dem Land an und wurden auch nass.
Anhand irgendwelcher Kilometerangaben an irgendwelchen Schildern erkannten wir irgendwann, dass wir irgendeinen Umweg über irgendein Dorf gemacht hatten. Trotz alledem erreichten wir schon um 19.30 Uhr Bieberach und fanden sehr schnell unsere Unterkunft, das Gemeindehaus St. Maria. Die freundliche Pfarrsekretärin, welche uns aufschloss, dachte wären die Riß hinauf nach Bieberach geschwommen, denn so sahen wir auch aus. Also versorgte sie uns noch mit Föhnen, welche sie von Zuhause mitgebracht hatte. Sie wies uns in die Räumlichkeiten ein, zeigte uns die Küche und stellte uns viel Platz zur Verfügung. Dann kauften wir noch gigantische Fressrationen, die wir aber fast alle zum Abendessen verdrückten. Dann entwickelten wir optimalen Techniken, um Hosen, T-Shirts, Socken, und Isomatten mithilfe von Föhnen und Herdplatten zu trocknen.
Dies gelang uns sehr gut, so dass schon gegen Mitternacht fast alles trocken war.Um diese Zeit rief auch Mülli die letzte Versammlung ein um den Tag mit dem Abendgebet abzuschließen. Dann unterhielt er uns ncoh ein wenig mit dem Piano des Gemeindesaals, während wir uns schon in die Schlafsäcke rolltne und einschliefen.
Bericht: ChristianLudwig