KreisX in Israel…


 

7. Tag – 20.03.2008 Gründonnerstag

Der frühe Vogel fängt den Wurm, heißt unser Tagesmotto, denn wir stehen bewußt früh auf, um dem Andrang im Naturpark Ein Gedi zu entgehen. Es gibt dort keine Zäune, da alle Tiere in ihrem natürlichen Umfeld leben. Wir sehen eine sehr interessante Tierrasse, die Klipp dachse, denen man die Verwandschaft zum Elefanten überhaupt nicht ansieht.

Unser Weg führt uns zur Davidsquelle, einem wunderschönen Wasserfall. Der Weg zieht uns schnell zurück, da bereits das nächste Ziel auf uns wartet: Yad Vashem.

Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem wurde erbaut um den Opfern und Angehörigen der Holocaust Opfer eine Erinnerung zu sein, und eine Warnung für zukünftige Generationen. Yad Vashem ist schwierig zu beschreiben, da dort sehr viel Emotionen hochkommen. Am besten ist, wenn man sich selbst davon einen Eindruck macht.

Die Fahrt geht weiter nach Jerusalem, wo wir in der Dominus Flevit Kirche einen unseren „Palmdonnerstagsgottesdienst“ feiern. Zu Fuß geht’s dann weiter zur arabischen Altstadt, wo unser Reisebus unser Gepäck auslädt. Mit Gepäck laufen wir dann zum Österreichischen Hospiz, das bis zum Ostermontag nun unsere Unterkuft sein wird. Nach dem Abendessen geht’s nochmal auf Tour: Der Garten Gezemani (im Bild die Kirche der Nationen neben dem Garten Gezemani), die Klagemauer bei Nacht, dann zum Haus des Kajaphas.

8. Tag – 21.03.2008 Karfreitag

Unser erster Versuch, in die Grabeskirche zu kommen scheitert, da dort gerade ein Gottesdienst stattfindet. Wir gehen zur Klagemauer und schauen diese bei Tag an. Danach wandern wir durchs Kidrontal zur Kirche der Nationen auf dem Ölberg und gehen durch den Garten Gezemani, besuchen anschließend einen jüdischen Friedhof und machen uns zu Fuß auf zur Pater Noster Kirche, in der auf vielen Sprachen das Vater unser auf Tafeln geschrieben steht. Anschließend geht es weiter zur Himmelfahrtskirche, wo Jesu Fußabdruck vor seiner Aufnahme in den Himmel in einem Felsen zu bestaunen ist. Alexander erklärt uns dann am Palast von Herodes, das ein Modell von Jerusalem beherbergt, einige wichtige Sehenswürdigkeiten. Neben dem Palast, der damit auch die erste Station des Kreuzwegs ist, befindet sich noch die Kirche der Verurteilung und der Geiselung Jesu.

Nach einer kleinen Pause begeben wir uns ins Gartengrab, das ganz in der Nähe der Grabeskirche liegt. Dort sehen wir den Felsen mit dem runden Grabstein davor. Die andere Seite des Felsen lässt ein toten Schädel erkennen, für die Aussteller wird dies als Gesicht Jesu interpretiert. Nach dem „Zur Ruhe kommen“ im Gartengrab, das durch die leise besinnliche Musik unterstützt wurde, gehen wir weiter zur Schmitz Girls High School. Hier genießen palästinenzische Mädchen eine günstige und gute, fundierte Ausbildung. Die Erzählungen der Schwester waren sehr beeindruckend, die trotz ihrer 84 Jahre geistig noch Topfit war.

9. Tag – 22.03.2008 Karsamstag

Unser dritter Versuch, in die Grabeskirche zu gelangen ist endlich von Erfolg beschert. Die Grabeskirche ist ein rießiger Komplex, der alle Religionen und Vorstellungen der Bibel zum Tod Jesu unter einen Hut zu bringen versucht. Ein Teil der Kirche soll Golgota (Jesu Kreuzigung) darstellen, ein anderer Teil das Heilige Grab. Im Keller wird die Stelle verehrt, wo das Kreuz Christi gefunden worden sein soll. Die Helenakapelle innerhalb der Kirche ist der Kaiserin Helena (Mutter von Kaiser Konstantin) gewidmet, die maßgeblich an der Erforschung der Christlichen Traditionen im Heiligen Land beteiligt war.

Samstags ist bei den Juden Schabbat und im Ultraorthodoxen Viertel der Juden bewegt sich heute deshalb einfach gar nichts. Wir machen einen Spaziergang durch dieses Viertel – doch: Fotografieren ist verboten, ebenso gibt es dort an diesem Tage keine Müllabfuhr, keinen Autoverkehr, kein Handytelefonat, usw. Die Ultraorthodoxen arbeiten auch an Werktagen nicht, sie beten nur fünf mal am Tag und werden von Spenden aus USA finanziert.

Wir besuchen den Abendmahlsaal der Jünger, dann die Domitiokirche (Magnificat) und essen im arabischen Teil Ostjerusalems zu Abend.